H3.03 – Einsturz groß

Technische Hilfe Kategorien:Allgemein | Veröffentlicht am: Dienstag,04.01.2022

Datum: 4. Januar 2022 um 16:55
Alarmierungsart: DME (Digitaler Meldeempfänger)
Dauer: 6 Stunden 45 Minuten
Einsatzart: Technische Hilfe
Einsatzort: Weidenthal
Fahrzeuge: 1/23/1, 1/45/1, 2/19/2, 4/11/1, 4/33/1, 4/51/1, 5/41/1, 6/19/1, 6/41/1, 7/19/1, 7/44/1, 7/71/1
Weitere Kräfte: Bundespolizei , DB Notfallmanager , Feuerwehr Elmstein , Feuerwehr Lambrecht , Feuerwehr Neidenfels , Feuerwehr Weidenthal , FEZ Neustadt , Höhensicherungsgruppe VG Lambrecht , Notarzt , Ordnungsamt VG Lambrecht , Polizei , Presseteam Feuerwehr VG Lambrecht , Rettungsdienst , THW Baufachberaterin , THW OV Neustadt/Wstr. , Wehrleitung VG Lambrecht 


Einsatzbericht:

Mit dem Alarmstichwort H3.03 Einsturz groß, wurden die Einheiten Weidenthal, Neidenfels, Lambrecht, Elmstein und die Höhensicherungsgruppe am 04.1.2022 um 16:55Uhr  nach Weidenthal alarmiert. Nach ersten Meldungen sollte im Bereich des Bahnhofes ein Gebäude eingestürzt sein. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte keinen Gebäudeeinsturz in der Nähe des Bahnhofes feststellen. Im weiteren Verlauf wurde auch das ehemalige Bahnhofsgelände kontrolliert. Hier konnte ebenfalls kein Gebäudeeinsturz lokalisiert werden. Weitere Hinweise ergaben, dass es sich um die Brandruine gegenüber der Bahnlinie handeln könnte. Das dort stehende Haus brannte im Jahr 2017 vollständig aus.

Die vermeintliche Einsatzstelle wurde umgehend durch Einsatzkräfte angefahren und durch den Einsatzleiter erkundet. Die Erkundung ergab, dass das Gebäude durch die jahrelangen Witterungseinflüsse mittlerweile stark einsturzgefährdet war. Die Giebelwand neigte sich bereits zu den Gleisen der ICE Strecke. Erste Mauerbrocken fielen bereits herab und es drohte der erste Stock samt den Dachresten auf die Gleise zu stürzen. Umgehend ließ der Einsatzleiter den Zugverkehr stoppen. Der eingetroffene Notfallmanager der Deutschen Bahn AG orderte im weiteren Verlauf nach Rücksprache mit der Einsatzleitung einen Turmverbrennungstriebwagen an. Mit diesem sollte nach Absprache mit der Baufachberaterin des THW OV Landau das Gebäude so abgerissen werden, dass es keine Gefahr mehr für den Zugverkehr darstellt. Nach Eintreffen des schweren Gerätes der Deutschen Bahn AG wurde der Dachstuhl samt 1.Obergeschoss gemeinsam durch Mitarbeiter der Bahn AG und der Feuerwehr abgetragen.

Während der Arbeiten war die Zugstrecke anfangs voll und im weiteren Verlauf halbseitig gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde durch die Deutsche Bahn eingerichtet. In Summe waren ca. 35 Einsatzkräfte mit zeitweise 12 Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz war gegen 23:40 Uhr beendet und der Zugverkehr konnte wieder ohne Einschränkungen fahren.

Während des Einsatzes ereignete sich ein trauriger Vorfall, bei dem ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes mutmaßlich, absichtlich angefahren und leicht verletzt wurde.

Siehe hierzu http://presseportal.de/blaulicht/pm/117687/5114382