Praxisübung der Einheit Lambrecht: Technische Unfallhilfe bei der Firma Annawald in Weidenthal
Kategorien:Allgemein | Veröffentlicht am: Montag,13.04.2026Eine Fortbildung zur technischen Unfallhilfe hat die Einheit Lambrecht am Samstag auf dem Gelände der Firma Annawald durchgeführt. Ziel der Ausbildung war es, die bisherigen Kenntnisse zu vertiefen sowie die Einsatzkräfte strukturiert auf realistische Unfallszenarien vorzubereiten.
An der Übung nahmen acht Feuerwehrangehörige teil. Zu Beginn wurde in einer etwa einstündigen Theorieeinheit der Rettungsgrundsatz bei Einsätzen der technischen Hilfeleistung sowie das strukturierte Vorgehen an der Unfallstelle vermittelt. Somit wurde vor der Praxiseinheit eine gemeinsame Basis geschaffen. Ebenfalls konnten bereits eigene Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden.
Im anschließenden Praxisteil trainierten die Einsatzkräfte die einzelnen Schritte der patientenorientierten Rettung: das Sichern und Stabilisieren des Fahrzeugs, das Schaffen eines (Erst)Zugangs zum Patienten sowie die sofortige bzw. schnelle (zeitorientierte) Befreiung.
Besonderes Augenmerk lag auf der korrekten Durchführung der Sicherung und Stabilisierung des Unfallfallfahrzeuges. Weiterhin wurde das Glasmanagement intensiv beübt, wobei die unterschiedlichen Glasarten wie z.B. ESG (Einscheibensicherheitsglas) bzw. VSG (Verbundsicherheitsglas) erläutert und die jeweiligen Werkzeuge wie z.B. der Glas-Master, oder auch die Säbelsäge praktisch zur Anwendung gekommen sind. Mit Blick auf neue Fahrzeugtechnologien wie z.B. „Akustikverglasung“, E-Mobilität, oder auch „hochfeste“ Materialien, ergeben sich hier Änderungen und die Notwendigkeit für die Feuerwehr bisherige Vorgehensweisen zu hinterfragen und ggf. anzupassen.
Weiterhin wurden von den Einsatzkräften verschiedene Varianten zum „Öffnen“ von deformierten Türen, Heckklappen, Motorhauben praktisch erprobt und anschließend diskutiert. Da sich jede Einsatzsituation grundsätzlich anders darstellen kann, ist ein solider Erfahrungsschatz verschiedener „Möglichkeiten“ unerlässlich. Da es kein Richtig und kein Falsch gibt, ist das Üben und die Erweiterung der eigenen Kenntnisse in diesem Bereich durch nichts zu ersetzen. Ziel ist dem Patienten möglichst schnell und unkompliziert die bestmöglichste Hilfe zukommen zu lassen.
Die Übung bot den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und die Zusammenarbeit im Einsatz zu festigen.
Ein besonderer Dank gilt der Firma Annawald für die – wie immer – freundliche Unterstützung sowie die Bereitstellung des Übungsfahrzeugs.
















